Tosca, große Gefühle und ein neuer Aficionados-Rekord

Es war ein Abend der großen Gefühle – und der großen Zahlen: 50 Aficionados machten sich auf den Weg zur Deutschen Oper, um Puccinis Tosca zu erleben. Damit wurde ganz nebenbei die bisherige Teilnehmer-Rekordmarke geknackt!

Auf der Bühne wurde es doppelt emotional: Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak standen nicht nur als Cavaradossi und Tosca gemeinsam auf der Bühne, sondern sind auch im wirklichen Leben ein Paar. Das merkte man dieser Tosca durchaus an: Hier traf Opernleidenschaft auf echte Liebe.

Dazu gab es imposante Bühnenbilder, die den dramatischen Sog der Oper wirkungsvoll unterstützten, und eine ausgesprochen ausgeklügelte psychologische Personenführung. Die Figuren wirkten nicht einfach nur wie Opernhelden, die möglichst eindrucksvoll leiden, lieben und sterben müssen, sondern entwickelten eine erstaunliche Nähe und innere Spannung.

Und so wurde aus Puccinis berühmtem Dreieck aus Liebe, Eifersucht, Macht und Gewalt ein Opernabend, der unsere 50 Aficionados ordentlich in Atem hielt.

Besuch des Bundestag

Einen besonderen Wandertag erlebte die Klasse 10d bei ihrem Besuch im Deutschen Bundestag. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, eine spannende Debatte im Plenarsaal live mitzuerleben und so einen unmittelbaren Einblick in die parlamentarische Arbeit zu erhalten. Ein besonderes Highlight war die Begegnung mit der aktuellen Bundesjustizministerin, die sich Zeit für die Klasse nahm. Im benachbarten Jakob-Kaiser-Haus konnten die Schülerinnen und Schüler außerdem an einem einstündigen Abgeordnetengespräch mit einem Vertreter der CDU teilnehmen. Dabei hatten sie die Möglichkeit, zahlreiche Fragen zu aktuellen politischen Themen, zur Arbeit von Abgeordneten und zum politischen Alltag zu stellen.

Der Wandertag passte besonders gut zur aktuellen Lebenssituation der Klasse: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sind bereits 16 Jahre alt und dürfen bei der bevorstehenden Berliner Abgeordnetenhauswahl in wenigen Tagen erstmals ihre Stimme abgeben. Der Besuch im Bundestag bot daher eine passende Gelegenheit, parlamentarische Demokratie unmittelbar zu erleben und sich mit politischen Entscheidungsprozessen auseinanderzusetzen. Abgerundet wurde der abwechslungsreiche Wandertag mit einem Besuch der Aussichtskuppel des Reichstagsgebäudes, von der aus die Klasse einen beeindruckenden Blick über Berlin genießen konnte.

Samson, Dalila und ein neuer Fanclub

Die Opernaficionados eröffnen die Saison 2026/27 an der Staatsoper


Was wäre ein würdiger Saisonauftakt für die Opernaficionados? Natürlich eine Oper, in der es um Liebe, Verführung, Macht, Verrat und spektakuläre Massenszenen geht. Also: „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns. Die Staatsoper war unser Ziel – und die neue Spielzeit damit offiziell eröffnet.

Schon optisch ließ der Abend keine Wünsche offen. Die Inszenierung fuhr großes Geschütz auf: bildgewaltige Szenen, eindrucksvolle Tableaus und jede Menge Theater, das man nicht einfach nur anschauen, sondern erst einmal verarbeiten musste. Wenn auf der Bühne die Welt der Philister und Hebräer aufeinanderprallt, bleibt jedenfalls kein Zweifel daran, dass Oper auch ganz schön groß, laut und überwältigend sein kann.

Musikalisch gab es ebenfalls einiges zu erleben. Saint-Saëns zeigt sich in „Samson et Dalila“ von seiner sinnlichsten Seite – und spätestens beim großen Liebesduett wurde deutlich, warum diese Oper zum festen Repertoire gehört. Hier verschmolzen Stimmen und Orchester zu einem jener Momente, in denen man als Opernbesucher kurz alles um sich herum vergisst.

Apropos Schülergruppe: Die Aficionados hatten diesmal erfreulich viele Debütanten an Bord. Einige Schülerinnen und Schüler waren zum ersten Mal dabei – und machten ihre Sache so überzeugend, dass man sich fragen musste, warum sie nicht schon längst zu unserem festen Operninventar gehören. Keine Berührungsängste, konzentriertes Zuschauen und anschließend erstaunlich viel Gesprächsstoff: Der Nachwuchs ist also hoffentlich gesichert.

Wobei der „Nachwuchs“ in diesem Fall offenbar auch außerhalb des eigentlichen Opernpublikums Wirkung zeigte. Besonders bemerkenswert war die Begeisterung unter den Platzanweiserinnen und Türsteherinnen für bestimmte (männliche) Mitglieder unserer Gruppe und deren vorbildliches Verhalten. Man könnte fast sagen: Die Aficionados haben an diesem Abend ihrerseits ihre Fans gewonnen.


Für zusätzliche Heiterkeit sorgten außerdem überraschende Wiederbegegnungen – unter anderem mit einem Kindergärtner sowie Ehemaligen der Schule, die offenbar ebenfalls zum erweiterten Kosmos der Aficionados gehören. Man trifft sich eben dort, wo man es am wenigsten erwartet: im Kindergarten, auf dem Schulhof oder irgendwann am Abend in der Staatsoper.


So wurde aus unserem Saisonauftakt genau das, was einen Aficionados-Abend ausmacht: große Kunst, große Bilder, große Gefühle – und dazwischen jede Menge kleine Geschichten.

„Samson et Dalila“ hat jedenfalls einen fulminanten Auftakt für die Spielzeit 2026/27 geliefert. Toll, dass ihr dabei wart!

Exkursion zum Friedhof der Märzgefallenen

Dort angekommen haben wir zunächst einen Stuhlkreis gebildet. Jeder von uns musste eine „Was wäre, wenn“ Frage beantworten. Dabei konnten wir unsere Gedanken und Meinungen zu verschiedenen historischen Situationen äußern und darüber nachdenken, wie sich Geschichte unter anderen Umständen entwickelt hätte.

Anschließend haben wir uns mit der Geschichte der Märzgefallenen beschäftigt. Wir haben erfahren, wer die Märzgefallenen waren, warum sie heute noch von Bedeutung sind und welche Rolle sie in der deutschen Geschichte gespielt haben. Dabei haben wir viel über die Ereignisse der Revolution von 1848 und die Menschen gelernt, die damals für Freiheit und politische Rechte gekämpft haben.

Nach der Einführung wurden wir in Zweiergruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekam eine Person zugeteilt, über die wir recherchieren sollten. Wir haben Informationen über das Leben, die politischen Ansichten und die Bedeutung dieser Person gesammelt. Dabei konnten wir unser Wissen vertiefen und mehr über die verschiedenen Menschen erfahren, die mit den historischen Ereignissen verbunden waren.

Zum Abschluss der Exkursion haben wir ein Rollenspiel durchgeführt. Jede Gruppe schlüpfte in die Rolle der Person, die sie zuvor recherchiert hatte. Danach fand eine Debatte statt, in der wir die unterschiedlichen Ansichten und Positionen der historischen Personen vertreten mussten. Dadurch konnten wir uns besser in ihre Perspektiven hineinversetzen und verstehen, welche Konflikte und Herausforderungen es damals gab.

Die Exkursion war sehr interessant und lehrreich. Sie hat uns geholfen, die Geschichte der Märzgefallenen und die Ereignisse der Revolution von 1848 besser zu verstehen. Besonders das Rollenspiel und die Debatte haben die Geschichte lebendig gemacht und uns die Möglichkeit gegeben, aktiv an den Themen mitzuarbeiten.

Zoom-Interview mit Autorin Olumide Popoola

Im Zuge des Q2-Themas “The UK Between Tradition and Change“ las der Englisch-LK von Herrn Büscher den Roman “When We Speak of Nothing“ der nigerianisch-deutschen Autorin Olumide Popoola. Die Geschichte setzt sich mit Rassismus und trans* Identitäten in London sowie in der ehemaligen britischen Kolonie Nigeria auseinander.
Am 20. Mai 2026 führte der Leistungskurs ein Interview mit der Autorin durch, die von ihrem Zuhause in London aus die Fragen der Schüler:innen über, unter anderem, ihre Inspirationen sowie ihre Lieblingscharaktere aus dem Buch beantwortete.
In lockerer und angenehmer Atmosphäre – wenn auch mit leichten technischen Schwierigkeiten – erhielt der Kurs spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines Romans und in die Lebenswelt junger Männer in London. Insbesondere die konkreten Auswirkungen, die neue trans*feindliche Gesetze in Großbritannien auf das tägliche Leben von trans* Jugendlichen haben, hinterließen bei uns einen bleiben Eindruck.

Tincon 2026

Insgesamt haben 4 Wahlpflichtkurse und 3 Grundkurse verschiedener Fächer die diesjährige TINCON besuchen können. Die Tincon ist eine Konferenz für Jugendliche, in der es hauptsächlich um die „digitale Jugendkultur“ geht. Sie findet in Berlin parallel zur re:publica statt. Diese Jahr ging es unter anderem um Ausgrenzung im Internet, um ein mögliches Social-Media-Verbot für Jugendliche, um die digitale Souveränität sowie um Nachhaltigkeit von und mit Technik (#Makerspace). Wir nehmen die Themen und Eindrücke mit in die Schule und setzen uns mit den diversen Themen auseinander.


Einladung der DS-Kurse ins Abgeordnetenhaus

Die Einladung erfolgte im Rahmen des Jugendforums denk!mal ’26. Dieses Forum findet wie jedes Jahr rund um den 27. Januar, den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, im Abgeordnetenhaus von Berlin statt. Das Jugendforum bietet jungen Menschen Raum, sich künstlerisch, kreativ oder forschend mit der Geschichte und den Folgen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und Haltung gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung zu zeigen.

Unser Stück wurde von Schülerinnen und Schülern der DS-Kurse von Herrn Reiners konzipiert und erstmals zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 09. November 2025 im GRIPS Theater präsentiert. Am Tag der offenen Tür unserer Schule wurde die Inszenierung erneut gezeigt, inhaltlich und formal leicht überarbeitet, ohne aber ihre eindringliche Aussage zu verändern.

Die Ausstellungseröffnung des Jugendforums findet am 26. Januar 2026 in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin statt. Dort wird das Projekt neben denen anderer Schulen präsentiert. Begleitet und betreut wird unsere Präsentation durch Frau Bombosch, Herrn Denkovski, Herrn Euteneuer sowie Herrn Reiners.

Im Anschluss werden alle Beiträge zusätzlich vor Ort, online und über die Social-Media-Kanäle des Abgeordnetenhauses sichtbar gemacht.

Mit „Requiem for a Rotten Society“ setzt das Gymnasium Tiergarten ein starkes Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und Demokratie.

Begutachtet werden die Projekte durch eine vierköpfige Jury:

– Prof. Dr. Samuel Salzborn, Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus 

– Veronika Nahm, Direktorin des Anne Frank Zentrums Berlin 

– Dr. Yasemin Shooman, Historikerin und Referatsleiterin der „Bekämpfung von Rassismus und Unterstützung Betroffener“ im Arbeitsstab der Integrations- und Antirassismusbeauftragten der Bundesregierung. 

– Ruth Winkelmann, Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende

Mach mit und setze ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie!

Die 10a besucht den Bundestag

Am Morgen unseres Ausflugs haben wir uns um 9:15 Uhr vor dem Bundestag getroffen und mussten zuerst durch die strenge Sicherheitskontrolle. Danach gingen wir direkt zum Plenarsaal auf die Zuschauertribüne. Eine Mitarbeiterin erzählte uns dort viel über die Geschichte des Reichstagsgebäudes und die Bedeutung des Saals. Anschließend trafen wir Hanna Steinmüller, eine Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen. Wir konnten ihr viele Fragen stellen, die sie offen, freundlich und sehr professionell beantwortete. Danach besichtigten wir die Kuppel des Reichstags und genossen den Blick über Berlin. Zum Abschluss gingen wir in das Paul-Löbe-Haus nebenan, wo wir in der Cafeteria zum Essen eingeladen waren. Insgesamt war es ein spannender, lehrreicher Tag.

Bericht von Amraa Davaa, 10a

Gender-Vielfalt-Gerechtigkeit! 10te Klassen beim benbi

Die Schüler:innen setzten sich in Kleingruppen mit verschiedenen Themen rund um Geschlechtergerechtigkeit auseinander, von der Umbenennung einiger Straßen in Berlin bis hin zu hilfreichen Zyklusapps. Sie untersuchten dabei unter anderem auch, wie die Moderation von Inhalten in Sozialen Medien funktioniert und wie stark Geschlechterklischees von KI reproduziert werden.

„Anders Gedenken“ / 1

Am 10.11. fand mittlerweile zum zehnten Mal unter dem Titel „Anders Gedenken“ eine Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht statt.

Nach einleitenden Worten unserer ehemaligen Schulleiterin, Frau Segner, sprachen Herr Fritz, Vertreter der Bezirksverordneten-Versammlung von Mitte, und Herr Dr. Offenberg,  Vorstandssprecher und Geschäftsführer der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel.

Neben diesen Reden wurden selbst verfasste Beiträge von Schülerinnen und Schülern unserer zehnten Klassen vorgetragen. Gemeinsam wurde die politische und soziale Situation der jüdischen Mitmenschen damals ins Gedächtnis gerufen, wurde an ihre dramatischen Lebenswege, ihre Verfolgung, ihre Tötung erinnert und durch die konkrete Darstellung persönlicher Schicksale dem Leid und der unerträglichen Ungerechtigkeit, die die Juden ertragen mussten, ein Gesicht verliehen.

Allen Anwesenden wurde einmal mehr eindringlich ins Gedächtnis gerufen, dass jeder und jede die Verantwortung hat, Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung entgegenzutreten. Unsere Gesellschaft – und damit jeder Mensch, der in ihr lebt – muss für Gleichberechtigung und Freiheit eintreten und sie verteidigen.

Wer, wenn nicht wir …?