Am 10.09.2026 besuchten wir mit unserer Klasse und unseren Lehrkräften Herrn Pischel, Herrn Reiners, Frau Bombosch, Frau Fernandez und Frau Albrecht die Alte Nationalgalerie in Berlin. Der Museumsbesuch war eine interessante Erfahrung.
In der Alten Nationalgalerie gibt es viele Kunstwerke und Ausstellungsstücke, die einen Einblick in die Vergangenheit ermöglichen. Besonders interessant fand ich, dass hinter jedem Werk eine andere Geschichte und ein Mensch mit verschiedenen Gedanken steckt und man dadurch mehr über die damalige Zeit und Kultur nachdenken konnte.
Unsere Lehrerin hatte uns außerdem eine Aufgabe gegeben, die wir während des Besuchs bearbeiten sollten. Dadurch haben wir uns die Kunstwerke genauer angesehen und uns mehr mit den Ausstellungen beschäftigt. Die Aufgabe machte den Museumsbesuch für mich noch interessanter.
Einen besonderen Wandertag erlebte die Klasse 10d bei ihrem Besuch im Deutschen Bundestag. Die Schülerinnen und Schüler hatten die Gelegenheit, eine spannende Debatte im Plenarsaal live mitzuerleben und so einen unmittelbaren Einblick in die parlamentarische Arbeit zu erhalten. Ein besonderes Highlight war die Begegnung mit der aktuellen Bundesjustizministerin, die sich Zeit für die Klasse nahm. Im benachbarten Jakob-Kaiser-Haus konnten die Schülerinnen und Schüler außerdem an einem einstündigen Abgeordnetengespräch mit einem Vertreter der CDU teilnehmen. Dabei hatten sie die Möglichkeit, zahlreiche Fragen zu aktuellen politischen Themen, zur Arbeit von Abgeordneten und zum politischen Alltag zu stellen.
Der Wandertag passte besonders gut zur aktuellen Lebenssituation der Klasse: Zahlreiche Schülerinnen und Schüler sind bereits 16 Jahre alt und dürfen bei der bevorstehenden Berliner Abgeordnetenhauswahl in wenigen Tagen erstmals ihre Stimme abgeben. Der Besuch im Bundestag bot daher eine passende Gelegenheit, parlamentarische Demokratie unmittelbar zu erleben und sich mit politischen Entscheidungsprozessen auseinanderzusetzen. Abgerundet wurde der abwechslungsreiche Wandertag mit einem Besuch der Aussichtskuppel des Reichstagsgebäudes, von der aus die Klasse einen beeindruckenden Blick über Berlin genießen konnte.
Die Opernaficionados eröffnen die Saison 2026/27 an der Staatsoper
Was wäre ein würdiger Saisonauftakt für die Opernaficionados? Natürlich eine Oper, in der es um Liebe, Verführung, Macht, Verrat und spektakuläre Massenszenen geht. Also: „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns. Die Staatsoper war unser Ziel – und die neue Spielzeit damit offiziell eröffnet.
Schon optisch ließ der Abend keine Wünsche offen. Die Inszenierung fuhr großes Geschütz auf: bildgewaltige Szenen, eindrucksvolle Tableaus und jede Menge Theater, das man nicht einfach nur anschauen, sondern erst einmal verarbeiten musste. Wenn auf der Bühne die Welt der Philister und Hebräer aufeinanderprallt, bleibt jedenfalls kein Zweifel daran, dass Oper auch ganz schön groß, laut und überwältigend sein kann.
Musikalisch gab es ebenfalls einiges zu erleben. Saint-Saëns zeigt sich in „Samson et Dalila“ von seiner sinnlichsten Seite – und spätestens beim großen Liebesduett wurde deutlich, warum diese Oper zum festen Repertoire gehört. Hier verschmolzen Stimmen und Orchester zu einem jener Momente, in denen man als Opernbesucher kurz alles um sich herum vergisst.
Apropos Schülergruppe: Die Aficionados hatten diesmal erfreulich viele Debütanten an Bord. Einige Schülerinnen und Schüler waren zum ersten Mal dabei – und machten ihre Sache so überzeugend, dass man sich fragen musste, warum sie nicht schon längst zu unserem festen Operninventar gehören. Keine Berührungsängste, konzentriertes Zuschauen und anschließend erstaunlich viel Gesprächsstoff: Der Nachwuchs ist also hoffentlich gesichert.
Wobei der „Nachwuchs“ in diesem Fall offenbar auch außerhalb des eigentlichen Opernpublikums Wirkung zeigte. Besonders bemerkenswert war die Begeisterung unter den Platzanweiserinnen und Türsteherinnen für bestimmte (männliche) Mitglieder unserer Gruppe und deren vorbildliches Verhalten. Man könnte fast sagen: Die Aficionados haben an diesem Abend ihrerseits ihre Fans gewonnen.
Für zusätzliche Heiterkeit sorgten außerdem überraschende Wiederbegegnungen – unter anderem mit einem Kindergärtner sowie Ehemaligen der Schule, die offenbar ebenfalls zum erweiterten Kosmos der Aficionados gehören. Man trifft sich eben dort, wo man es am wenigsten erwartet: im Kindergarten, auf dem Schulhof oder irgendwann am Abend in der Staatsoper.
So wurde aus unserem Saisonauftakt genau das, was einen Aficionados-Abend ausmacht: große Kunst, große Bilder, große Gefühle – und dazwischen jede Menge kleine Geschichten.
„Samson et Dalila“ hat jedenfalls einen fulminanten Auftakt für die Spielzeit 2026/27 geliefert. Toll, dass ihr dabei wart!
Zum Ende des Schuljahres besuchte der Wahlpflichtkurs Kunst 10 von Frau Bombosch mit am 16.06.26 die Gemäldegalerie. Auch Frau Dr. Herold begleitete die Exkursion. Bei sommerlich heißen Temperaturen genossen wir die Frische der riesigen klimatisierten Ausstellungssäle, in denen wir an Gemälden des Mittelalters und der Renaissance vorbeiliefen.
Gezielt steuerte die Museumspädagogin einzelne Stillleben an, die wir im Ausstellungsgespräch genauer betrachteten, besprachen und deuteten. Auf diese Art beendeten wir unser Halbjahresthema „Stillleben“ und drangen noch tiefer in die Materie ein, die wir schon im Unterricht von verschiedenen Seiten beleuchtet hatten.
Endlich einmal sehen wir Stillleben-Gemälde im Original, zwar mit Abstand, aber dennoch in Originalgröße, also in viel größer als wir sie von den Abbildungen kannten.
Wir behandelten insgesamt fünf ausgewählte Stillleben und erfuhren dabei viel Erstaunliches und Interessantes, beispielsweise stellte das Gemälde „Marktfrau am Gemüsestand“ (https://recherche.smb.museum/detail/867996) dar, wie ein tugendhaftes Ehepaar sich fleißig der Arbeit widmet und deswegen an seinem Marktstand Lebensmittel im Überfluss anbieten kann, z. B. violette Karotten und den damals sehr wertvollen Blumenkohl. Wir lernten, dass der Fisch ein Symbol für das Christentum und gottesfürchtige Menschen war und auch heute noch ist und dass Butter früher eine andere Form hatte.
Der „Blumenstrauß“ (https://recherche.smb.museum/detail/865413) vom so genannten Samtbrueghel zeigt Blumen aller Jahreszeiten auf einmal und steht somit für den Verlauf der Zeit, aber auch für großen Reichtum, denn er zeigt Blumen, die zu besitzen, gar nur anzusehen, unvorstellbar kostspielig war, weil sie aus großer Ferne kamen.
Im „Stillleben mit Kirschen und Erdbeeren“ (https://recherche.smb.museum/detail/867432) konnten wir wunderbar erkennen, wie kostbare Materialien, Gold, Glas, chinesisches Porzellan so naturalistisch dargestellt werden, dass man meint, sie anfassen zu können. Die Libelle im Bild stand zu der damaligen Zeit für das Böse, ganz im Gegensatz zum Schmetterling, der das Gute symbolisiert, das allerdings auf Messers Schneide steht. Somit warnt das Gemälde auch vor der Vergänglichkeit des Guten, das jederzeit vorbei sein kann.
Das „Stillleben mit Musikinstrumenten“ (https://recherche.smb.museum/detail/864594) wird in seinen Warnungen noch deutlicher. Eine Kerze im Bild ist bereits erloschen, die gezeichneten Seifenblasen verdeutlichen, wie schnell und flüchtig jeder einzige Moment, ja sogar das ganze Leben ist und eine Sanduhr im Bild stellt dar, wie die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes verrinnt.
Würfel, Musikinstrumente und ein Globus verbildlichen hier allerdings auch Freude und Genuss sowie die aufregende Möglichkeit, fremde Länder kennenzulernen, die gerade von Europa aus erreichbar wurden.
Es war ein lehrreicher Besuch in der Gemäldegalerie, deren Gemälde aus acht Jahrhunderten immer einen Besuch wert sind. Bei unserem Ausstellungsgespräch wurden allerdings Gemälde gezielt für uns ausgesucht und wenn man sich so im gemeinsamen Gespräch tief in die Kunstwerke hineinbegibt, dann erlebt man doch die Kunst noch einmal viel intensiver.
Dort angekommen haben wir zunächst einen Stuhlkreis gebildet. Jeder von uns musste eine „Was wäre, wenn“ Frage beantworten. Dabei konnten wir unsere Gedanken und Meinungen zu verschiedenen historischen Situationen äußern und darüber nachdenken, wie sich Geschichte unter anderen Umständen entwickelt hätte.
Anschließend haben wir uns mit der Geschichte der Märzgefallenen beschäftigt. Wir haben erfahren, wer die Märzgefallenen waren, warum sie heute noch von Bedeutung sind und welche Rolle sie in der deutschen Geschichte gespielt haben. Dabei haben wir viel über die Ereignisse der Revolution von 1848 und die Menschen gelernt, die damals für Freiheit und politische Rechte gekämpft haben.
Nach der Einführung wurden wir in Zweiergruppen eingeteilt. Jede Gruppe bekam eine Person zugeteilt, über die wir recherchieren sollten. Wir haben Informationen über das Leben, die politischen Ansichten und die Bedeutung dieser Person gesammelt. Dabei konnten wir unser Wissen vertiefen und mehr über die verschiedenen Menschen erfahren, die mit den historischen Ereignissen verbunden waren.
Zum Abschluss der Exkursion haben wir ein Rollenspiel durchgeführt. Jede Gruppe schlüpfte in die Rolle der Person, die sie zuvor recherchiert hatte. Danach fand eine Debatte statt, in der wir die unterschiedlichen Ansichten und Positionen der historischen Personen vertreten mussten. Dadurch konnten wir uns besser in ihre Perspektiven hineinversetzen und verstehen, welche Konflikte und Herausforderungen es damals gab.
Die Exkursion war sehr interessant und lehrreich. Sie hat uns geholfen, die Geschichte der Märzgefallenen und die Ereignisse der Revolution von 1848 besser zu verstehen. Besonders das Rollenspiel und die Debatte haben die Geschichte lebendig gemacht und uns die Möglichkeit gegeben, aktiv an den Themen mitzuarbeiten.
Fabian, Theaterpädagoge am Grips, hat uns im Vorfeld unterstützt, wodurch wir uns sehr gut auf diese Herausforderung vorbereiten konnten. Für das Nachgespräch haben wir zusammen Fragen ausgesucht, überarbeitet und überlegt, wie wir das Gespräch auf der Bühne mit den Schauspielern und den Schüler:innen gestalten könnten. Außerdem haben Henning und ich fiktive Briefe als Jojo und Leo geschrieben, die nun sogar abgedruckt im Begleitmaterial zum Drama zu finden sind! Beim Nachgespräch sind wir mit den Schauspielern Nils Thalmann (Jojo) und René Schubert (Leo) ins Gespräch gekommen und haben mehr über ihre spannende Arbeit erfahren. Dabei haben wir gemerkt, wie viel Freude sie beim Proben und Spielen des Stücks hatten. Auch war es schön, dass so viele Schüler:innen auf unsere Fragen geantwortet haben. Insgesamt hat uns diese Erfahrung sehr erfüllt. Wir hatten das Gefühl, dass man an uns geglaubt hat und uns diese Verantwortung zugetraut wurde. Das wissen wir sehr zu schätzen. Es war etwas Besonderes, diese Aufgabe übernehmen zu dürfen und wir werden uns noch lange daran erinnern. Zum Schluss möchten wir uns herzlich bei Fabian Schrader und Henriette Festerling vom Grips-Theater bedanken. Außerdem bedanken wir uns bei unseren Deutschlehrerinnen Frau Bawaj und Frau Yaghoobifarah für ihre Unterstützung und ihr Vertrauen. Ein großes Dankeschön geht auch an alle anderen, die uns auf diesem Weg begleitet und unterstützt haben – ohne sie wäre diese besondere Erfahrung nicht möglich gewesen! Ceren (8e)
… und vertraten unsere Schulgemeinschaft mit großem Einsatz und Teamgeist. Mit dabei waren Frau Hammer, Herr Fnaiech, Frau Aissati, Frau Müller, Frau Späth, Herr Hellmund, Herr Mathea, Herr Krain und Herr Kurth.
Die 5-Kilometer-Strecke führte durch den Berliner Tiergarten, wo sich unser Team gemeinsam mit zahlreichen anderen Schulen und Unternehmen der sportlichen Herausforderung stellte. Trotz wechselhaften Wetters mit Regen, Wind und Sonnenschein erreichten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgreich das Ziel. Für ihre starke Teamleistung wurde unsere Schule mit einer Teammedaille ausgezeichnet.
Besonders gefreut haben sich unsere Läuferinnen und Läufer über die tatkräftige Unterstützung vieler Schülerinnen und Schüler unserer Schule, die am Streckenrand begeistert angefeuert und bei der Streckenverpflegung geholfen haben. Mit unserer Teilnahme möchten wir außerdem unsere Schülerinnen und Schüler für mehr Bewegung und Sport begeistern und zeigen, wie wichtig Teamgeist, Ausdauer und gemeinsame Aktivitäten sind.
Insgesamt haben 4 Wahlpflichtkurse und 3 Grundkurse verschiedener Fächer die diesjährige TINCON besuchen können. Die Tincon ist eine Konferenz für Jugendliche, in der es hauptsächlich um die „digitale Jugendkultur“ geht. Sie findet in Berlin parallel zur re:publica statt. Diese Jahr ging es unter anderem um Ausgrenzung im Internet, um ein mögliches Social-Media-Verbot für Jugendliche, um die digitale Souveränität sowie um Nachhaltigkeit von und mit Technik (#Makerspace). Wir nehmen die Themen und Eindrücke mit in die Schule und setzen uns mit den diversen Themen auseinander.
Das Erasmus-Programm bietet Jugendlichen die Möglichkeit, sich auszutauschen und neue Kulturen kennenzulernen. Für eine Woche leben die Schüler*innen bei ihren Austauschpartnern und bekommen so einen Einblick darin, wie es ist, Teil einer anderen Familie zu sein.
Dabei lernen sie nicht nur neue Menschen kennen, sondern arbeiten auch gemeinsam an einem thematischen Projekt. In diesem Jahr steht der Themenkomplex rund um Demokratie und Wasser im Fokus. Im Mittelpunkt steht der Umgang mit Wasserressourcen im Zusammenhang mit sozialen und öffentlichen Räumen.
Zusammen mit unseren Gästen haben wir Orte besucht, die sich mit der Sammlung und Wiederverwendung von Regenwasser beschäftigen. Überraschend war das Regenwasserkonzept des Potsdamer Platzes, der doch eher für Straßen und Hochhäuser bekannt ist. Bei bestem Wetter haben wir auf dem Tempelhofer Feld das Allmende-Kontor besucht, ein Areal mit Hochbeeten die weitgehend selbst organisiert verwaltet werden. In direkter Nachbarschaft haben wir die Prinzessinnengärten besucht: Auch Hochbeete, aber mit einer professionelleren Ausrichtung.
Am Gymnasium Tiergarten haben wir zusammen mit dem Team von Regenmodule ein Konzept für die alternative Nutzung des Schulparkplatzes erarbeitet und am letzten Tag als krönenden Abschluss auf dem Schulhof eine Regenwasserbank errichtet.
Die Regenwasserbank speichert Wasser aus den Regenrohren der Turnhalle und kann es mittels Handpumpe wieder abgeben. Der Förderverein der Schule hat sich mit einem großen Betrag an der Finanzierung der Bank beteiligt.
Insgesamt war es eine tolle Erfahrung: Wir konnten neue Menschen kennenlernen, viel Neues lernen und gleichzeitig unser Englisch verbessern.
Zunächst erlebten die Gruppen Madre, eine beeindruckende Installation der kolumbianischen Künstlerin Delcy Morelos, welche mit allen Sinnen wahrgenommen werden kann. Nilay untermauerte diese sinnliche Erfahrung in einem Kurzvortrag mit Faktenwissen zu der Künstlerin.
Anschließend begaben sich die Kurse dann in die Ausstellung des Hamburger Bahnhofs, wo sie angeregt durch einen Alltagsgegenstand ein Kunstwerk zeichnerisch und perzeptiv näher untersuchten. In einem Gallery Walk und mehreren Präsentationen wurden die Ergebnisse vorgestellt.
Hierbei war es besonders das Werk „An Opera Out of Time“ des Künstlers Petrit Halilaj, das die Schülerinnen und Schüler begeisterte. Eine Sitz- und Liegelandschaften aus Teppichen, die Teil der Ausstellung war, diente als willkommene Gelegenheit, einen Vortrag anzuhören und die müden Beine auszuruhen. Es war gar nicht einmal so einfach, nach dieser netten Pause in einer wahrlich märchenhaften Umgebung wieder aufzustehen.
Zum Abschluss betrachteten die Schülerinnen und Schüler das Kunstwerk „Lilith am roten Meer“ von Anselm Kiefer und bekamen nun die Gelegenheit, Kiefers Arbeit, mit der sie sich im 3. Semester schon intensiv auseinandergesetzt hatten, im Original zu betrachten.
Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die besondere Umgebung sich merklich auf die Kreativität der Schülerinnen und Schüler auswirkte, so kam es zu Tagträumen auf bunten Strandstühlen in Bahnhofshallen und spontanen Breakdance-Einlagen zu Klängen Mozarts.
Nicht zuletzt deswegen war es eine durch und durch gelungene Exkursion im Namen der Kunst.