Tosca, große Gefühle und ein neuer Aficionados-Rekord

Es war ein Abend der großen Gefühle – und der großen Zahlen: 50 Aficionados machten sich auf den Weg zur Deutschen Oper, um Puccinis Tosca zu erleben. Damit wurde ganz nebenbei die bisherige Teilnehmer-Rekordmarke geknackt!

Auf der Bühne wurde es doppelt emotional: Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak standen nicht nur als Cavaradossi und Tosca gemeinsam auf der Bühne, sondern sind auch im wirklichen Leben ein Paar. Das merkte man dieser Tosca durchaus an: Hier traf Opernleidenschaft auf echte Liebe.

Dazu gab es imposante Bühnenbilder, die den dramatischen Sog der Oper wirkungsvoll unterstützten, und eine ausgesprochen ausgeklügelte psychologische Personenführung. Die Figuren wirkten nicht einfach nur wie Opernhelden, die möglichst eindrucksvoll leiden, lieben und sterben müssen, sondern entwickelten eine erstaunliche Nähe und innere Spannung.

Und so wurde aus Puccinis berühmtem Dreieck aus Liebe, Eifersucht, Macht und Gewalt ein Opernabend, der unsere 50 Aficionados ordentlich in Atem hielt.

Samson, Dalila und ein neuer Fanclub

Die Opernaficionados eröffnen die Saison 2026/27 an der Staatsoper


Was wäre ein würdiger Saisonauftakt für die Opernaficionados? Natürlich eine Oper, in der es um Liebe, Verführung, Macht, Verrat und spektakuläre Massenszenen geht. Also: „Samson et Dalila“ von Camille Saint-Saëns. Die Staatsoper war unser Ziel – und die neue Spielzeit damit offiziell eröffnet.

Schon optisch ließ der Abend keine Wünsche offen. Die Inszenierung fuhr großes Geschütz auf: bildgewaltige Szenen, eindrucksvolle Tableaus und jede Menge Theater, das man nicht einfach nur anschauen, sondern erst einmal verarbeiten musste. Wenn auf der Bühne die Welt der Philister und Hebräer aufeinanderprallt, bleibt jedenfalls kein Zweifel daran, dass Oper auch ganz schön groß, laut und überwältigend sein kann.

Musikalisch gab es ebenfalls einiges zu erleben. Saint-Saëns zeigt sich in „Samson et Dalila“ von seiner sinnlichsten Seite – und spätestens beim großen Liebesduett wurde deutlich, warum diese Oper zum festen Repertoire gehört. Hier verschmolzen Stimmen und Orchester zu einem jener Momente, in denen man als Opernbesucher kurz alles um sich herum vergisst.

Apropos Schülergruppe: Die Aficionados hatten diesmal erfreulich viele Debütanten an Bord. Einige Schülerinnen und Schüler waren zum ersten Mal dabei – und machten ihre Sache so überzeugend, dass man sich fragen musste, warum sie nicht schon längst zu unserem festen Operninventar gehören. Keine Berührungsängste, konzentriertes Zuschauen und anschließend erstaunlich viel Gesprächsstoff: Der Nachwuchs ist also hoffentlich gesichert.

Wobei der „Nachwuchs“ in diesem Fall offenbar auch außerhalb des eigentlichen Opernpublikums Wirkung zeigte. Besonders bemerkenswert war die Begeisterung unter den Platzanweiserinnen und Türsteherinnen für bestimmte (männliche) Mitglieder unserer Gruppe und deren vorbildliches Verhalten. Man könnte fast sagen: Die Aficionados haben an diesem Abend ihrerseits ihre Fans gewonnen.


Für zusätzliche Heiterkeit sorgten außerdem überraschende Wiederbegegnungen – unter anderem mit einem Kindergärtner sowie Ehemaligen der Schule, die offenbar ebenfalls zum erweiterten Kosmos der Aficionados gehören. Man trifft sich eben dort, wo man es am wenigsten erwartet: im Kindergarten, auf dem Schulhof oder irgendwann am Abend in der Staatsoper.


So wurde aus unserem Saisonauftakt genau das, was einen Aficionados-Abend ausmacht: große Kunst, große Bilder, große Gefühle – und dazwischen jede Menge kleine Geschichten.

„Samson et Dalila“ hat jedenfalls einen fulminanten Auftakt für die Spielzeit 2026/27 geliefert. Toll, dass ihr dabei wart!

Eine historische, kulturelle und musische Fahrt zur Kulturmetropole Mailand

Für den Geschichts-LK von Herrn Clauß, die Kunst-GKs von Frau Bombosch und die DS-Schüler:innen von Herrn Reiners ging es in der Fahrtenwoche in die Kulturmetropole Italiens: Mailand.
Nachdem alle die 15-stündige Busfahrt gut überstanden hatten, wurden wir in Italien
zunächst mit Regen empfangen. Das bedeutete für viele erst einmal einen gemeinsamen
Spieleabend. Dennoch ließen sich einige den Abend durch das schlechte Wetter nicht verderben und nutzten die Gelegenheit, um die Umgebung bereits auf eigene Faust zu erkunden.
Am nächsten Morgen ging es in das Herz der Stadt. Dort hatten wir die Gelegenheit, die
berühmte Scala di Milano zu besichtigen. Ein besonderes Highlight war, dass wir den
laufenden Proben zusehen konnten. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem
Mailänder Dom begann unsere Freizeit. Während einige die kulinarische Vielfalt der Stadt
entdeckten, machten sich andere auf die Suche nach bekannten TikTok-Spots oder
bummelten durch die zahlreichen Geschäfte.

Am Mittwoch führte uns der Ausflug an den Lago Maggiore, wo wir zwei der Inseln
besichtigen konnten. Trotz des wechselhaften Wetters waren wir alle von der
beeindruckenden Landschaft und der Aussicht begeistert.

Gemälde:
Rembrandt van Rijn: Die Vorsteher der Tuchmacherzunft, 1662
Bildquelle://de.wikipedia.org/wiki/Die_Vorsteher_der_Tuchmacherzunft (08.10.26)

Am darauffolgenden Tag ging es mit dem Bus weiter nach Bologna.
Nach einer Stadtführung machten wir uns auf die Suche nach den sieben Geheimnissen der Stadt. Dabei führte uns die Suche unter anderem zur Universität, wo wir Studierende nach einem Stuhl fragten, den es gar nicht gibt. Auch wenn die Aufgaben teilweise etwas kurios waren, sorgten sie für jede Menge Spaß. Die Gewinner:innen dürfen sich nun über einen kostenlosen Opernbesuch freuen.

Gleichzeitig beeindruckte Bologna mit den Arkadengängen und der eindrucksvollen Architektur.

An unserem letzten Tag hatten wir noch einmal Zeit, die Innenstadt Mailands zu erkunden. Eine Gruppe schloss sich den Lehrkräften an und besuchte die eindrucksvolle Kirche Santa Maria della Grazie. Die anderen nutzten die Zeit zum Shoppen oder besorgten sich Reiseproviant für die Heimfahrt.
Viel zu schnell war die Woche vorbei.
Ich glaube, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass diese Fahrt unvergesslich war.

Ein ganz besonderer Dank gilt Frau Bombosch, Herrn Reiners und Herrn Clauß für die Organisation und die engagierte Leitung der Fahrt

Bericht: Salma

Einladung der DS-Kurse ins Abgeordnetenhaus

Die Einladung erfolgte im Rahmen des Jugendforums denk!mal ’26. Dieses Forum findet wie jedes Jahr rund um den 27. Januar, den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, im Abgeordnetenhaus von Berlin statt. Das Jugendforum bietet jungen Menschen Raum, sich künstlerisch, kreativ oder forschend mit der Geschichte und den Folgen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen und Haltung gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Diskriminierung zu zeigen.

Unser Stück wurde von Schülerinnen und Schülern der DS-Kurse von Herrn Reiners konzipiert und erstmals zum Gedenken an die Reichspogromnacht am 09. November 2025 im GRIPS Theater präsentiert. Am Tag der offenen Tür unserer Schule wurde die Inszenierung erneut gezeigt, inhaltlich und formal leicht überarbeitet, ohne aber ihre eindringliche Aussage zu verändern.

Die Ausstellungseröffnung des Jugendforums findet am 26. Januar 2026 in der Wandelhalle des Abgeordnetenhauses von Berlin statt. Dort wird das Projekt neben denen anderer Schulen präsentiert. Begleitet und betreut wird unsere Präsentation durch Frau Bombosch, Herrn Denkovski, Herrn Euteneuer sowie Herrn Reiners.

Im Anschluss werden alle Beiträge zusätzlich vor Ort, online und über die Social-Media-Kanäle des Abgeordnetenhauses sichtbar gemacht.

Mit „Requiem for a Rotten Society“ setzt das Gymnasium Tiergarten ein starkes Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und Demokratie.

Begutachtet werden die Projekte durch eine vierköpfige Jury:

– Prof. Dr. Samuel Salzborn, Ansprechpartner des Landes Berlin zu Antisemitismus 

– Veronika Nahm, Direktorin des Anne Frank Zentrums Berlin 

– Dr. Yasemin Shooman, Historikerin und Referatsleiterin der „Bekämpfung von Rassismus und Unterstützung Betroffener“ im Arbeitsstab der Integrations- und Antirassismusbeauftragten der Bundesregierung. 

– Ruth Winkelmann, Zeitzeugin und Holocaust-Überlebende

Mach mit und setze ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie!

„Anders Gedenken“ / 2

Im Rahmen der diesjährigen Gedenkveranstaltung  zum 09. November 1938 präsentierten die teilnehmemden Schulen Theodor- Heuß-Gemeinschaftsschule, das  Lessing-Gymnasium, das Französische Gymnasium sowie unser Gymnasium Tiergarten ihre künstlerischen Beiträge im GRIPS Theater in Anwesemheit von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie der Bezirksbürgermeisterin Frau Remlinger, von Staatssekretär Falko Liecke und Herrn Dr. Offenberg, dem Vorstandssprecher und Geschäftsführer der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel zu Berlin.

Frau Remlinger / Bezirksbürgermeisterin

Herr Liecke / Staatssekretär

Herr Dr. Offenberg / Vorstandssprecher und Geschäftsführer der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel

Als musikalischen Auftakt zu den Schüler:innen-Beiträgen der beteiligten Schulen spielte das Orchester des Lessing-Gymnasiums Mahlers Adagietto zum Film „Schindlers Liste“.

Das Französische Gymnasium präsentierte „Fragile – eine musikalisch gerahmte Lesung“.

Die Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule zeigte einen szenischen Beitrag mit dem Titel „Der Speicherbrandprozess“ aus Brechts „Der Aufstieg des Arturo Ui“.

Mit „Requiem for a Rotten Society“ brachten die Kurse Darstellendes Spiel der Oberstufe unter der Leitung von Herrn Reiners ein erschütternd intensives Stück zum Gedenken an den 9. November 1938 auf die Bühne des GRIPS Theaters.

In kraftvollen, präzise komponierten Szenen zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie eine Gesellschaft zerbricht, wenn Menschenwürde verlorengeht. Aktuelle antisemitische Zitate, dokumentarische Stimmen und Zeitzeugenberichte verschmolzen zu einem emotionalen Sog, der das Publikum tief berührte.

Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit Frau Bombosch aus dem Fachbereich Kunst, die mit eindrucksvollen Kostümen und Masken das ästhetische Konzept des Stücks entscheidend prägte. Ebenso trug die Technik-AG unter Herrn Denkowski mit Licht, Ton und atmosphärischer Raumgestaltung wesentlich zur intensiven Wirkung der Inszenierung bei.

Es entstand eine homogene Ensembleleistung, die in ihrer Ausdruckskraft und Professionalität weit über gewöhnliches Schultheater hinausging.

Bürgermeisterin Frau Remlinger würdigte den Mut, die künstlerische Klarheit und das große Engagement der Jugendlichen, die mit ihrer Aufführung ein eindringliches Zeichen gegen das Vergessen setzten.

Ein Stück, das nachhallt – und wachrüttelt.

Zum Abschluss der gemeinsamen Veranstaltung der vier beteiligten Schulen im Grips Theater versammelten sich alle Schülerinnen und Schüler, die mit musikalischen und darstellerischen Beiträgen auf der Bühne gestanden hatten und bekamen den wohlverdienten Beifall des überwiegend jungen Publikums. 

Kursfahrt der musischen Kurse – Venedig im Juli 2025

Wenige Stunden nach der Ankunft im Hotel brachen die Kurse nach Venedig auf, um die Kursfahrt mit einer Stadtführung durch die Altstadt einzuleiten. Die schon lange in Venedig lebende Stadtführerin brachte uns ihre Heimat mit all ihrer Historie und bunter Kultur näher, als sie uns durch die vielen verzweigten Kanäle und Gassen führte.

Am zweiten Tag spazierten wir nach einem Museumsbesuch in der Galleria dell’ Accademia im Süden der Altstadt in Richtung des Teatro La Fenice, über welches wir uns einen kurzen fachlichen Vortrag eines Mitschülers des DS-Kurses anhörten.

Am darauffolgenden Morgen begaben wir uns zum in Mestre liegenden M9 Museumsquartier des Architekturbüros Sauerbruch und Hutton, wo wir uns bezüglich der Entwicklung Italiens auf eine spielerische und interaktive Weise weiterbildeten. Am Abend ging es für die Kurse auf die Eröffnung der 19. Tanz Biennale. Dort erlebten wir eine eindrucksvolle Performance “U>N>I>T>E>D” von Chunky Move, welche für viele Schüler*innen ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird.

Früh am Morgen des nächsten Tages begaben wir uns auf eine Tagesexkursion nach Verona. Nach der dortigen Stadtführung ergab sich unerwarteterweise die Möglichkeit eines Opernbesuches in der Arena di Verona. Die Oper “Carmen” von Georges Bizet verzauberte die noch dagebliebenen Schüler*innen mit einem atemberaubenden Orchester und einzigartigen Auftritten.

Der freie letzte Tag in Venedig rundete eine kulturreiche, spannende, aktive und fröhliche Woche in Venedig ab.

Ein großer Dank geht an Frau Gomell, Frau Bombosch und Herrn Reiners für eine unvergessliche Zeit!

Niel, Maja